Breiter goldener Strand der Grandes Playas bei Corralejo, mit Dünen im Hintergrund und einem Riu-Hotel am Horizont.

Foto: Thomas Tolkien (CC BY), über Wikimedia Commons

Corralejo, Fuerteventura

Grandes Playas

Eine 3,5 Kilometer lange Strandkette im geschützten Dünenpark von Corralejo

Die Grandes Playas bezeichnen eine Kette von Stränden – Los Matos, Playa Larga, El Viejo, El Pozo und El Caserón – die sich entlang des Parque Natural de Corralejo erstreckt. Während sich am südlichen Ende, stadtnah, zwei große Hotels befinden, lässt man die belebten Abschnitte schnell hinter sich, wenn man einige hundert Meter weiterwandert und die menschenleere Dünenküste erreicht.

Die Grandes Playas: Eine Einführung

Breiter goldener Strand bei Grandes Playas Corralejo mit Dünen im Hintergrund und einem Riu-Hotel in der Ferne
Ein 3,5 km langer Strandzug im geschützten Dünenpark von Corralejo · Foto: Jarek Prokop (CC BY 3.0), Wikimedia Commons

Die „Grandes Playas“ ist der Sammelbegriff für eine Reihe aneinandergrenzender Strände – Los Matos, Playa Larga, El Viejo, El Pozo und El Caserón – innerhalb des Parque Natural de Corralejo. Auf Karten und in Ferienwohnungs-Anzeigen erscheinen zusätzlich Namen wie Playa del Moro, Playa Alzada oder schlicht „Dunas de Corralejo“, oft ohne klare Abgrenzung. Am treffendsten lässt sich das Gebiet als ein langer Strand mit mehreren Bezeichnungen beschreiben.

Die häufig genannte Länge beträgt 3,5 Kilometer und erstreckt sich vom Bereich der Riu-Hotels am Stadtrand bis zur Playa de la Barreta. Deutlich größere Angaben – neun, sogar elf Kilometer – beziehen sich aller Wahrscheinlichkeit nach auf die gesamte, rund 10 Kilometer lange Küstenlinie des Naturparks und nicht nur auf diesen spezifischen Strandabschnitt.

Der helle, feine Sand speist das ausgedehnte Dünenfeld, das dem Park seinen Namen gibt. Nur wenige hundert Meter hinter dem ersten Dünenkamm verwandelt sich die Landschaft in eine regelrechte Wüste: niedrige Dünen, spärliche Vegetation und kaum ein Geräusch. Flag Beach, Corralejos Hauptstrand für Kite- und Windsurfer, liegt weiter südlich an derselben geschützten Küste.

Hotels, Wind und die passenden Besucher

Direkt am Sand, am stadtnah gelegenen Ende des Strandabschnitts, befinden sich zwei Hotelanlagen: das Riu Oliva Beach Resort und das Riu Palace Tres Islas. Sie wurden in den 1970er-Jahren errichtet, noch bevor die Dünen unter Naturschutz gestellt wurden. Obwohl die Konzessionen für ihre Strandlage seit Jahren vor spanischen Gerichten verhandelt werden, unter anderem wegen nicht genehmigter Anbauten, ist dies für Besucher unerheblich. Es erklärt jedoch, warum Einheimische bei Resorts mitten im Naturpark bisweilen die Augenbrauen heben.

Die gesamte Küstenlinie ist demselben Nordost-Passat ausgesetzt wie der weiter südlich gelegene Flag Beach. Am kräftigsten weht er von Mai bis September und nimmt meist ab Mittag zu. Bei der Playa del Moro, nahe den Riu-Hotels, herrschen an Sommernachmittagen oft ideale Bedingungen für Windsurf- und Kitesurf-Einsteiger. Die Playa Alzada wird an windigeren Tagen ebenfalls zum Windsurfen genutzt. Morgens ist es überall an dieser Küste ruhiger, was die Morgenstunden ideal zum Schwimmen macht.

Wer umfassende Infrastruktur wünscht, findet diese in der Nähe der Riu-Hotels: Hier gibt es Liegen, Duschen, eine Strandbar an der Playa el Viejo und fast ganzjährig Rettungsschwimmer. Wer sich weiter entfernt, lässt die Menschenmassen schnell hinter sich. Die ruhigeren, abgelegeneren Abschnitte ziehen Naturisten und alle an, die unberührte Strandabschnitte bevorzugen. Eine feste Grenze gibt es nicht; die Besucherzahlen nehmen einfach ab, je weiter man sich von den Hotels entfernt.

Praktische Hinweise: Anreise, Parken und Sicherheit

Die FV-1 führt südlich von Corralejo entlang der gesamten Strecke; mehrere ausgeschilderte Abzweigungen weisen den Weg zu Parkplätzen bei Playa el Viejo, Playa del Moro und Playa Alzada. Der Bereich der Riu-Hotels ist rund 4 Kilometer vom Hafen entfernt und in etwa 10 Minuten mit dem Auto erreichbar. Ein Taxi kostet circa 8 Euro, zu Fuß dauert es eine gute Dreiviertelstunde entlang des Küstenwegs. Ein Linienbus verkehrt ebenfalls ab dem Ortszentrum auf dieser Strecke.

Die Badebedingungen unterscheiden sich von Abschnitt zu Abschnitt: Manche Stellen im Bereich der Hotels bieten einen flachen, sanften Einstieg, ideal für Kinder, während andere Abschnitte, wie die Playa Alzada, stärkere Strömungen aufweisen können. Rettungsschwimmer betreuen die Hauptabschnitte fast ganzjährig und setzen Warnflaggen – es ist unerlässlich, sich stets daran zu orientieren und nicht nach eigenem Ermessen zu entscheiden. Die Wassertemperatur liegt bei etwa 18–19 °C im Winter und 21–23 °C im Spätsommer.

Es handelt sich hierbei um ein Naturschutzgebiet, keinen gewöhnlichen Resortstrand. Daher ist es unerlässlich, auf markierten Wegen und Parkplätzen zu bleiben, das Befahren oder Zelten in den Dünen ist untersagt, und Müll (einschließlich Zigarettenkippen) muss wieder mitgenommen werden. Der Park umfasst rund 2.600 Hektar und ist zugleich Vogelschutzgebiet – ein empfindlicheres Ökosystem, als es unter den Füßen wirken mag.

Wo liegt Grandes Playas?

Häufig gestellte Fragen