Luftaufnahme von Corralejo und den weißen Sanddünen des Parque Natural de Corralejo mit dem Atlantik im Hintergrund
Corralejo, Fuerteventura

Corralejo

Das lebendigste Resort der Insel mit weltberühmten Dünen und Wassersport

Corralejo liegt an der Nordspitze Fuerteventuras und ist das beliebteste Resort der Insel. Seine breiten Sandstrände, der Naturpark mit Dünen und die zuverlässigen Passatwinde haben es zu einem weltweiten Zentrum für Kite- und Windsurfen gemacht. Die Stadt selbst bietet einen lebhaften Hafen, unabhängige Restaurants und eine bunte Mischung aus Einheimischen und Langzeit-Europäern. Egal ob du für die Wellen oder die Atmosphäre kommst — Corralejo enttäuscht nicht.

Wie Corralejo wirklich ist

White sand dunes of Parque Natural de Corralejo stretching to the Atlantic shoreline
The dunes begin where the town ends

Corralejo ist die größte Resortstadt Fuerteventuras und gibt sich auch nicht für etwas anderes aus. Die Altstadt rund um den Hafen hat noch schmale Gassen, Fischrestaurants und ein paar hartnäckige Fischer, die nicht verkauft haben, während sich der südliche Streifen entlang der Avenida Grandes Playas Wand an Wand mit Ferienwohnungen, Strandbars und Surfshops aneinanderreiht.

Die Stadt lebt von den Passatwinden. Wer bei Sonnenuntergang zum Hafen hinuntergeht, hört ein halbes Dutzend Sprachen — britische Familien in den Februar-Halbferien, deutsche Paare beim fünften Besuch, polnische Gruppen, die zum ersten Mal die Kanaren entdecken, spanische Wochenendgäste aus Madrid. Alle sind aus ungefähr denselben Gründen hier: das warme Atlantiklicht, billiger frischer Fisch und ein Strand fünf Minuten von der Unterkunft entfernt.

Es ist der einfachste Ort der Insel, um anzukommen, wenn man noch nie hier war. Busse fahren häufig, Taxis sind günstig, und Supermarkt, Strandpromenade und Kitesurfschule erreicht man in einer halben Stunde zu Fuß. Wer es ruhiger mag, ist in zwanzig Minuten in El Cotillo. Wer es wilder mag — die Dünen beginnen am Stadtrand.

Die Strände und der Wind

Die wichtigsten Strände liegen südlich der Stadt im Parque Natural de Corralejo — etwa zehn Kilometer heller Sand, niedrige Dünen und flaches türkisfarbenes Wasser. Grandes Playas ist die lange Postkartenkulisse, an die die meisten denken; Flag Beach, drei Kilometer südlich, ist die offizielle Wassersportzone. Vom späten Frühling bis September weht der Passat stetig aus Nordost, was herrlich ist, wenn man einen Kite startet, und weniger herrlich, wenn man auf dem Handtuch lesen möchte.

Wer ruhigeres Wasser sucht, geht zur Playa Muelle Chico direkt im alten Hafen oder nimmt die zwanzigminütige Fähre zur Isla de Lobos und wandert zur Lagune El Puertito — knietief, geschützt und einer der schönsten Schwimmplätze der Insel. Die Besucherzahl auf Lobos ist begrenzt, daher die Genehmigung einige Tage vorher online buchen.

Die Morgenstunden sind fast immer die ruhigsten Stunden des Tages — sogar im Sommer. Einheimische schwimmen um 8 Uhr, bevor der Wind auffrischt. Am Nachmittag wird Flag Beach zur Startbahn für Kites und über den Dünen weht eine feine Sandschicht.

Abseits des Strands: Essen, Trinken, Tagesausflüge

Fishing boats and restaurants in Corralejo old harbour at golden hour

Iss Fisch am Hafen. Irgendwo am Muelle Chico passt — der Fang ist tatsächlich lokal, die Preise sind noch fair, und Papageienfisch (vieja) mit papas arrugadas ist genau das, wofür man auf die Kanaren kommt. Für Erfindungsreicheres bieten die Straßen direkt landeinwärts kleine Restaurants mit moderner kanarischer Küche, Ramen, neapolitanischer Pizza und sehr gutem Craft Beer.

Das Nachtleben konzentriert sich auf die Calle La Iglesia und den Musikplatz. Es ist laut und fröhlich statt clubartig — Livemusik schwappt auf die Bürgersteige, Sangria-Krüge, gelegentlich ein improvisiertes Flamenco-Set. Familien können es leicht meiden, Partygruppen finden es ohne Mühe.

Die besten Tagesausflüge sind die Isla de Lobos (Fähre vom Hafen, zwanzig Minuten, zwölf Euro hin und zurück), der Leuchtturm El Tostón bei El Cotillo und die Fähre nach Playa Blanca auf Lanzarote, die etwa fünfunddreißig Minuten dauert und einem für einen Tag eine völlig andere Insel beschert.

Praktisch: wann hin, wo wohnen

Corralejo ist ein Ganzjahresziel. Der Winter (November bis März) liegt bei 21 bis 23 Grad, mit kürzeren Tagen und einer etwas höheren Regenwahrscheinlichkeit — immer noch wärmer als irgendwo auf dem europäischen Festland. Im Sommer steigen die Temperaturen in die hohen Zwanziger, aber die Passatwinde halten es erträglich. April, Mai, September und Oktober sind die Sweet Spots, wenn man wählen kann.

Der Flughafen Fuerteventura (FUE) liegt fünfunddreißig Autominuten südlich. Es gibt einen direkten Stundenbus (Linie 6) für unter fünf Euro, ein Taxi kostet rund fünfzig. Die meisten Unterkünfte sind fußläufig von einer Bushaltestelle entfernt.

Innerhalb Corralejos hat die Altstadt am Hafen den meisten Charakter — man läuft überall hin und die Restaurants sind vor der Tür. Der Streifen an der Avenida Grandes Playas besteht aus zweckgebauten Ferienwohnungen, einfach und modern, aber ohne Seele. Noch ruhiger sind die Wohnstraßen um den Lago de Bristol, fünf Autominuten von den Dünen und spürbar günstiger. Vergleiche Ferienwohnungen in Corralejo, bevor du buchst.

Wo liegt Corralejo?

Häufig gestellte Fragen