Was das 'Popcorn' wirklich ist

Die weißen Kügelchen an diesem Küstenabschnitt sind Rhodolithen – frei lebende, kalkbildende Rotalgen, die sich als lose Kugeln am Meeresboden entwickeln, anstatt sich an Felsen festzusetzen. Eine internationale Studie, die 2022 in 'Frontiers in Marine Science' veröffentlicht wurde, untersuchte die Küstenstrände und identifizierte dabei Lithothamnion cf. corallioides als vorherrschende Art. Bis zu 5.000 Rhodolithen pro Quadratmeter finden sich in den Strandablagerungen. Unter Wasser sind die lebenden Algen rötlich-violett. Doch sobald Strömung oder Brandung sie losreißen und an Land spülen, bleichen sie binnen Wochen unter der Sonne aus und nehmen ihre weiße Farbe an.
Anders als oft in Reiseartikeln behauptet, handelt es sich hier um Algen, nicht um Korallen. Dieselbe Studie schätzt die Gesamtmenge im untersuchten Abschnitt auf rund sechs Millionen Rhodolithen, von denen etwa zwei Drittel bereits gebrochen oder abgeschliffen sind. Sand sucht man hier vergeblich: Der gesamte Strand besteht aus diesen Kügelchen, deren Größe von einer Erbse bis zu einem Golfball variiert, und liegt auf einer Unterlage aus dunklem Vulkangestein.








