Ruhige türkisfarbene Lagune der Playa de la Concha in El Cotillo, umschlossen von einem hufeisenförmigen Vulkanriff

Foto: Rtborge (CC BY-SA 4.0), über Wikimedia Commons

El Cotillo, Fuerteventura

Playa de la Concha

Fuerteventuras ruhigste Lagune – direkt am Rande von El Cotillo

Am nördlichen Ortsrand von El Cotillo erstreckt sich die Playa de la Concha. Ein vorgelagertes, hufeisenförmiges Vulkanriff bricht hier die atlantische Dünung, noch bevor sie den Strand erreicht. So bleibt das seichte Wasser an den meisten Tagen herrlich ruhig – denn das Riff bietet Schutz vor Wellen, nicht aber vor dem oft kräftigen Wind. Bei Ebbe entstehen zudem kleine Gezeitentümpel, die sich etwa zehn Gehminuten vom Hafen entfernt finden lassen.

Das schützende Riff: Warum die Lagune meist ruhig ist

Ruhige türkisfarbene Lagune der Playa de la Concha in El Cotillo, umschlossen von einem hufeisenförmigen Vulkanriff
Fuerteventuras ruhigste Lagune – direkt am Ortsrand von El Cotillo · Foto: Rtborge (CC BY-SA 4.0), Wikimedia Commons

Am nördlichen Ortsrand von El Cotillo, in der Gemeinde La Oliva an Fuerteventuras Nordwestküste, liegt die Playa de la Concha. Ihr spanischer Name, der „Muschel“ bedeutet, spiegelt treffend die geschwungene Form der Bucht zwischen ihren beiden Felsspitzen wider.

Ihren meist ruhigen Charakter verdankt die Bucht einem natürlichen Vulkanriff vor der Küste. Dieses hufeisenförmige Riff fängt die atlantische Dünung ab, noch bevor sie den Sand erreicht. Dahinter ist das Wasser seicht, klar und an den meisten Tagen ausgesprochen sanft – nicht umsonst empfehlen Einheimische diesen Strand besonders Familien.

Man sollte jedoch bedenken: Das Riff schützt zwar vor Wellen, nicht aber vor dem Wind. El Cotillo ist den gleichen Passatwinden ausgesetzt wie der Rest der Insel. Aus diesem Grund haben Einheimische sogenannte Corralitos, niedrige, kreisrunde Mauern aus Lavastein, als Windschutz auf den Sand gebaut, hinter denen der Wind spürbar nachlässt. Und die vermeintliche Ruhe ist nicht immer garantiert: Bei steigender Flut schwappt das Wasser plötzlich über Felsen, die noch eine Stunde zuvor trocken lagen. Wer die Gezeitentümpel erkundet, sollte deshalb immer die Flut im Auge behalten – und nicht nur die Wellen beobachten.

Keine Verwechslung: Die Surfstrände von El Cotillo

Die Playa de la Concha ist nur einer von mehreren Stränden entlang der Küste von El Cotillo. Doch Vorsicht: Sie wird von Besuchern oft verwechselt. Südlich des Ortes, hinter dem Fischerhafen, erstreckt sich ein völlig anderer Strand: die Playa del Castillo (auch Piedra Playa genannt). Dieser ist der offenen Atlantikdünung ausgesetzt und bietet ausgeprägten Wellengang sowie Strömungen, die an Tagen mit hoher Dünung kräftig sein können. Direkt vor der Hafeneinfahrt befindet sich zudem ein Riffbreak, von Surfern „Spew Pits“ genannt – nur für Experten, kein Ort zum Schwimmen. All dies trifft jedoch nicht auf die Playa de la Concha zu, die auf der anderen Seite des Ortes liegt.

Nördlich der Playa de la Concha erstreckt sich die Küste als eine Kette kleinerer Lagunen. Etwa 400 Meter weiter folgt die Caleton-Bucht, danach reihen sich weitere Buchten – oft als „Los Lagos“ bezeichnet – bis hin zum Leuchtturm Faro de El Tostón. Diese Strände sind wilder und weniger erschlossen als La Concha: Es gibt weder Rettungsschwimmer noch Restaurants, sie sind weniger frequentiert, und manche Buchten werden inoffiziell von Nudisten genutzt. Die Playa de la Concha ist die erste, größte und einzige dieser Lagunen, die direkt am Sand über Parkplatz, Duschen und einen Rettungsschwimmer verfügt.

Ausstattung, Essen und Anreise

Die Playa de la Concha bietet eine grundlegende Infrastruktur: einen Parkplatz fast direkt am Sand, einen saisonalen Rettungsschwimmer, Duschen, Toiletten, barrierefreien Zugang sowie eine kleine Strandbar (Azzurro) direkt am Strand. Das zugehörige italienische Restaurant mit Terrasse über der Bucht liegt jedoch auf der anderen Straßenseite, nicht unmittelbar am Strand. Wer mehr sucht, erreicht El Cotillo über einen zehn- bis fünfzehnminütigen Küstenweg. Dort lockt der alte Fischereihafen mit zahlreichen Fischrestaurants, Supermärkten, Cafés und Fahrradverleihen.

Corralejo ist etwa 21 km entfernt (20 bis 25 Minuten mit dem Auto), der Flughafen bei Puerto del Rosario rund 42 km. Die Wassertemperatur beträgt im Spätwinter etwa 19°C und steigt im September auf rund 23°C. Da der Strand nach Westen ausgerichtet ist, bietet er eine ideale Kulisse für Sonnenuntergänge. Viele Einheimische kommen nach dem Abendessen hierher, um dieses Naturschauspiel zu genießen. Einmal jährlich, im November, ist die Playa de la Concha zudem der feierliche Auftakt des internationalen Drachenfestivals, das anschließend an den Dünen von Corralejo fortgesetzt wird.

Wo liegt Playa de la Concha?

Häufig gestellte Fragen