Der schwarze Lavasandstrand von Ajuy auf Fuerteventura, umrahmt von steilen Klippen und dem Eingang zu den Höhlen von Caleta Negra.

Foto: Frank Vincentz (CC BY-SA 3.0), über Wikimedia Commons

Ajuy, Fuerteventura

Playa de Ajuy

Schwarzer Lavasand und Höhlen, eingebettet in die ältesten Gesteinsformationen der Kanaren

Die Playa de Ajuy liegt an Fuerteventuras rauer Westküste, wo ein kleines Fischerdorf auf einen kurzen Strand aus schwarzem Lavasand trifft – ein reizvoller Kontrast zu den hellen Dünen des Südens. Ein Pfad am Nordende des Strandes führt zu den Höhlen von Caleta Negra, die sich in Gestein formten, das zu den ältesten freiliegenden Formationen der Kanaren gehört. Hier entfaltet der Atlantik seine ganze Urgewalt: Baden ist nur unter äußerster Vorsicht ratsam.

Einzigartiger Kontrast zu den Stränden des Südens

Schwarzer Vulkansandstrand von Ajuy, Fuerteventura, mit steilen Klippen und dem Eingang zu den Höhlen von Caleta Negra
Schwarzer Vulkansand und Höhlen im ältesten Gestein der Kanaren · Foto: Balou46 (CC BY-SA 3.0), Wikimedia Commons

Die Playa de Ajuy ist eine kurze, malerische Bucht aus schwarzem Lavasand, die sich vor dem gleichnamigen kleinen Fischerdorf an Fuerteventuras rauer Westküste, in der Gemeinde Pájara, erstreckt. Von den hellen, vom Wind geformten Dünen, die Corralejo oder Sotavento prägen, ist hier nichts zu spüren – der Sand ist dunkel und fein, dahinter erheben sich mächtige Klippen anstelle von Hotelanlagen.

Das Dorf selbst ist beschaulich: einige Häuser, eine Handvoll Restaurants mit Blick auf die Bucht und ein Parkplatz am nördlichen Ende des Strandes. Weder eine Strandpromenade noch Liegenvermietung oder eine Kette von Strandbars prägen das Bild – stattdessen finden sich Fischerboote im Sand und der weite, offene Atlantik davor.

Wer Ajuy besucht, tut dies selten nur des Strandes wegen. An den Klippen im Norden liegen die Höhlen von Caleta Negra, die sich in Gesteinsformationen gebildet haben, die – selbst laut Fuerteventuras Tourismusamt – zu den ältesten freiliegenden der Kanaren zählen. Eine fossile Düne und alte Kalköfen säumen den Küstenweg, als stille Zeugen einer Jahrmillionen alten Erdgeschichte.

Die geheimnisvollen Höhlen von Caleta Negra

Vom Parkplatz am nördlichen Ende des Strandes führt ein Küstenweg in etwa 15 bis 20 Minuten zu den Höhlen. Er verläuft stets am Klippenrand entlang und bietet dabei einen freien Blick auf den Atlantik. Der Pfad ist unbefestigt, aber gut begehbar – festes Schuhwerk ist empfehlenswert, für Rollstühle ist er jedoch nicht passierbar. Eine kurze, steile und stellenweise rutschige Felstreppe führt schließlich hinunter zu den Höhleneingängen.

Bei ruhiger See lassen sich zwei größere Höhlen erkunden; die Wege im Inneren sind markiert, sodass ein Verirren ausgeschlossen ist. Für einen ausgiebigen Rundgang sollte man etwa eine halbe Stunde einplanen. Bei hohem Wellengang sollte man von einem Besuch absehen – die Eingänge liegen dicht über der Wasserlinie und können dann überflutet sein.

Ihren Namen, Caleta Negra ('schwarze Bucht'), verdanken die Höhlen dem sie umgebenden dunklen Gestein. Einer lokalen Legende zufolge versteckten hier einst Schmuggler ihre Waren. Die Höhlen und die bis zu 40 Meter hohen Klippen darüber stehen als Naturdenkmal unter Schutz und sind Teil des Parque Rural de Betancuria.

Baden, Sicherheit und Anreise

Hinsichtlich des Badens ist äußerste Vorsicht geboten. Die Playa de Ajuy ist dem offenen Atlantik schutzlos ausgeliefert; weder eine Bucht noch ein Riff bremsen die Brandung. Mehrere unabhängige Quellen beschreiben die Strömungen hier als wirklich gefährlich, nicht nur als gelegentlich rau. Einen Rettungsschwimmer gibt es nicht. Wer mit der Familie unbeschwert baden möchte, ist hier fehl am Platz – die geschützte Lagune von Sotavento oder die ruhigeren Buchten bei Costa Calma sind hierfür die bessere Wahl. Ajuy eignet sich daher vor allem zum Wandern, Fotografieren und zur Erkundung der Höhlen.

Im Dorf laden einige kleine Restaurants mit Blick auf die Bucht ein, die meist frischen Fisch und einfache kanarische Küche anbieten – ein idealer Ort für ein Mittagessen nach dem Spaziergang. Kostenlose Parkmöglichkeiten stehen auf einem unbefestigten Platz am nördlichen Ende des Strandes zur Verfügung; ein kleinerer Parkplatz befindet sich nahe dem Kreisverkehr im Ort.

Ajuy liegt an der FV-621, etwa 10 Fahrminuten von Pájara, rund 45 Minuten von Costa Calma und circa 50 Minuten von Puerto del Rosario entfernt. Die historische ehemalige Hauptstadt Betancuria und das Tal Vega de Río Palmas bieten sich gut als Zwischenstopp auf dem Weg zur Küste an.

Wo liegt Playa de Ajuy?

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