Weitläufiger, menschenleerer Abschnitt des Cofete-Strands unter dem imposanten Kamm der Jandía-Berge an der Atlantikküste Fuerteventuras.
Jandía, Fuerteventura

Playa de Cofete

Der spektakulärste und abgelegenste Naturstrand der Insel – eine unberührte Wildnis.

Die Playa de Cofete ist unvergleichlich auf Fuerteventura. Unter dem imposanten Bergkamm der Jandía erstreckt sich ein elf Kilometer langer, völlig unberührter Küstenstreifen. Ohne Bebauung, touristische Infrastruktur und fast menschenleer, bietet sie eine atemberaubende Landschaft. Obwohl starke atlantische Strömungen das Schwimmen gefährlich machen, ist die Szenerie von unwirklicher Schönheit. Am Hang oberhalb des Strandes thront die geheimnisvolle Villa Winter, ein abgelegenes Herrenhaus mit einer dunklen Kriegsgeschichte.

Der spektakulärste Strand der Kanaren

Wild waves breaking on the empty beach of Cofete with the Jandía mountains behind
Eleven kilometres of beach with almost nothing built on it

Cofete ist ein Strand, der sich ins Gedächtnis brennt. Elf Kilometer heller Sand erstrecken sich an der Atlantikseite der Halbinsel Jandía, gesäumt vom markanten Kamm der Jandía-Berge, der sich dahinter schroff auf fast 800 Meter erhebt. Keine Hotels, keine Apartmentanlagen, keine Strandbars, keine Sonnenschirme – hier herrscht unberührte Natur. Lediglich ein winziger Weiler mit einem Dutzend Häusern schmiegt sich an den Hang, dazu das geheimnisvolle Herrenhaus Villa Winter, ein einziges Restaurant (Restaurante Cofete) und ansonsten... unendlich viel Freiraum.

Was Cofete so einzigartig macht, ist seine schiere Größe. Der Strand ist so weitläufig, dass er sich selbst mit hundert anderen Besuchern noch menschenleer anfühlt. Die Berge zaubern ein ständiges Spiel aus Licht und Schatten. Der Atlantik brandet ans Ufer. Der Wind treibt weiße Gischtfahnen von den Wellenkronen. Jede Perspektive ist ein Motiv für sich – kein Wunder, dass dieser Ort auf keiner Liste der schönsten Strände Spaniens fehlen darf.

Hinzu kommt eine seltsame, fast verwunschene Atmosphäre. Die Villa Winter thront am Hang, umgeben von ihrer rätselhaften Geschichte aus den 1940er-Jahren. Unechte Karettschildkröten nisten hier im Sand. Der Atlantik offenbart hier seine wahre, ungebändigte ozeanische Kraft, ganz anders als an der geschützten Ostküste.

Anreise und Aktivitäten

Im Wesentlichen führen drei Wege nach Cofete. Entweder mit dem Auto (Allradantrieb dringend empfohlen) über die Schotterpiste von Morro Jable, die über einen Bergpass führt und in etwa 45 Minuten zum Strand hinabsteigt. Oder mit dem saisonalen Shuttlebus aus Morro Jable, der während der Saison mehrmals täglich verkehrt und eine deutlich günstigere Alternative zum Allrad-Mietwagen darstellt. Schließlich zu Fuß über denselben Bergpass – eine schöne, aber anstrengende Wanderung von rund zweieinhalb Stunden pro Strecke.

Die meisten Mietwagenfirmen untersagen die Befahrung der Cofete-Piste offiziell. In der Praxis nehmen viele Besucher die Strecke jedoch langsam und vorsichtig auch mit normalen Mietwagen in Angriff. Nach starken Regenfällen wird die Piste deutlich anspruchsvoller; bei trockener Witterung ist sie auch mit einem Kleinwagen befahrbar, sofern ausreichend Zeit eingeplant wird.

Vor Ort laden die Weitläufigkeit des Strandes zu ausgedehnten Spaziergängen, die einzigartige Landschaft zum Fotografieren und – wenn die Bedingungen es zulassen – zum vorsichtigen Schwimmen ein. Auch ein Besuch der skurrilen Villa Winter ist empfehlenswert. Das Restaurante Cofete oben im Weiler serviert hervorragenden frischen Fisch zu fairen Preisen und bildet eine wohlverdiente Belohnung nach einer Wanderung oder Fahrt. Es empfiehlt sich, ausreichend Wasser, Snacks, Sonnencreme und warme Kleidung mitzunehmen – der Wind kann selbst im Hochsommer kühl sein.

Sicherheit und wichtige Hinweise zum Meer

Die Gewässer des Atlantiks vor Cofete sind gefährlich. Die Kombination aus starken offenen Ozeanströmungen, tückischem Sog und dem Fehlen eines Rettungsdienstes birgt erhebliche Gefahren. Selbst an scheinbar ruhigen Tagen können die Bedingungen plötzlich umschlagen und Schwimmer in lebensbedrohliche Situationen bringen. Regelmäßig kommt es hier zu tödlichen Badeunfällen. Die Einheimischen im Restaurante Cofete und die Ranger kennen die sicheren Tage – es empfiehlt sich, sie zu fragen und ihren Ratschlägen zu folgen.

Der sicherste Ansatz ist es daher, Cofete als Strand für ausgedehnte Spaziergänge, zum Fotografieren und höchstens zum Knöchel-Planschen zu betrachten. Wer ein sicheres Atlantik-Badeerlebnis sucht, sollte stattdessen die geschütztere Ostküste (Sotavento, Costa Calma) aufsuchen.

Ein weiteres praktisches Risiko stellt die intensive Hitze dar. Es gibt keinerlei Schatten am Strand, keine Geschäfte und keinerlei Infrastruktur. Im Sommer kann der Sand bereits ab 11 Uhr glühend heiß werden. Es ist ratsam, mehr Wasser mitzunehmen, als man für nötig hält. Das Restaurante Cofete ist der einzige Ort, an dem Getränke erhältlich sind, und es liegt einen steilen Anstieg vom Strand entfernt.

Wo liegt Playa de Cofete?

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