Die Aussicht — und wann sie wirklich da ist
Kein Ort erklärt Fuerteventura so schnell wie Morro Velosa. Aus rund 650 Metern Höhe — die Quellen weichen bei der genauen Zahl leicht voneinander ab — sieht man das gesamte Tal von Betancuria hinunter und darüber hinaus die flachen braunen Ebenen, die bis zur Nordküste laufen. An guten Tagen lassen sich die Montaña Tindaya, der helle Fleck der Dünen von Corralejo, El Cotillo an der Westküste und dahinter die Silhouette Lanzarotes ausmachen. Nirgends sonst passt so viel Insel in einen einzigen Blick.
Alles hängt an der Sicht, und die schwankt. Am klarsten sind Winter- und Frühjahrsvormittage; Sommernachmittage bringen oft Dunst, und ein Calima mit Saharastaub kann die Sicht auf wenige Kilometer drücken. Auf diesem Grat hängen häufiger Wolken als an der Küste — ein grauer Vormittag im Inselinneren bedeutet also nicht zwangsläufig einen grauen Tag an Ihrer Ferienwohnung. Früh kommen, und eine Jacke einpacken: Hier oben ist es regelmäßig mehrere Grad kühler als am Strand.












