Der runde Steinturm des Castillo de El Tostón über dem alten Hafen von El Cotillo an der Nordwestküste Fuerteventuras

Foto: Cayambe (CC BY-SA 4.0), über Wikimedia Commons

El Cotillo, Fuerteventura

Castillo de El Tostón

Ein runder Geschützturm über dem alten Hafen von El Cotillo, gebaut gegen die Korsaren.

Das Castillo de El Tostón steht auf der niedrigen Landzunge über dem alten Hafen von El Cotillo: ein gedrungener Rundturm, ab 1700 errichtet, um den Hafen vor Berber-, englischen und französischen Angreifern zu schützen. Zwölf Mann und drei eiserne Kanonen lagen hier. Vom Ort sind es fünf Minuten zu Fuß, der Eintritt kostet fast nichts, und heute beherbergt der Turm eine Ausstellung zur Inselgeschichte sowie die Touristeninformation der Gemeinde La Oliva.

Drei Kanonen und zwölf Mann

El Cotillo war lange vor dem Surferort ein Arbeitshafen — und damit ein Ziel. Korsaren von der Berberküste sowie englische und französische Angreifer suchten die kanarischen Küsten jahrhundertelang heim, und die Reede hier lag ungeschützt. Der Generalkapitän der Kanaren ließ einen Turm errichten; die Bauarbeiten begannen 1700 nach einem Entwurf des Ingenieurs Claudio de L'Isle. Offiziell heißt er Torre de Nuestra Señora del Pilar y San Miguel, doch das sagt kaum jemand — hier ist es das Castillo del Tostón oder schlicht das Kastell.

Der Entwurf ist kompakt und zweckmäßig: ein Rundturm auf zwei Ebenen, unten Lager und Pulverkammer, darüber Unterkunft für rund ein Dutzend Männer, auf der Terrasse drei eiserne Kanonen, die die Hafeneinfahrt bestrichen. Er ersetzte eine ältere Befestigung an derselben Stelle, den Rico Roque aus den ersten Jahren nach der Eroberung. 1949 wurde der Turm zum historischen Kulturdenkmal erklärt und ist seither in öffentlicher Hand und zugänglich.

Der Besuch — und das Museum, das woanders liegt

Eines vorweg, weil es viele auf dem falschen Fuß erwischt: Das Fischereimuseum, das Museo de la Pesca Tradicional, ist nicht in diesem Turm. Es befindet sich im Faro del Tostón, dem Leuchtturm von 1897 einige Kilometer entfernt an der Nordwestspitze der Insel, und ist ein eigener Besuch mit eigenen Zeiten. Im Kastell findest du eine Ausstellung zur Geschichte Fuerteventuras sowie die Touristeninformation der Gemeinde La Oliva.

Der Besuch ist kurz und günstig: Der Eintritt liegt bei rund anderthalb Euro, für Inselbewohner weniger, und eine halbe Stunde reicht für Innenraum und Terrasse bequem. Die angegebenen Öffnungszeiten weichen je nach Quelle voneinander ab, grob vom späten Vormittag bis zum späten Nachmittag, mit Unterschieden nach Wochentag und Saison — frag vor Ort nach, wenn du eigens hinfährst; bei einem Spaziergang durch El Cotillo spielt es kaum eine Rolle. Geh hinauf auf die Terrasse: Blick auf den Hafen, die Boote und die Brandung an der Playa del Castillo darunter. Am schönsten ist der späte Nachmittag, wenn der dunkle Stein warm wirkt und die Restaurants am Hafen sich zu füllen beginnen.

Wo übernachten in der Nähe

Der nächste Ausgangsort für Castillo de El Tostón ist El Cotillo. Dort inserieren Eigentümer Unterkünfte, die du direkt und ohne Buchungsgebühren anfragen kannst.

Ferienwohnungen in El Cotillo

Wo liegt Castillo de El Tostón?

Häufig gestellte Fragen

Rund 1,50 Euro für Besucher und etwa einen Euro für Bewohner der Kanaren — eine der günstigsten Sehenswürdigkeiten der Insel. Eine halbe Stunde reicht für die Ausstellung im Inneren und die Terrasse darüber.

Nein, und das wird häufig verwechselt. Das Museo de la Pesca Tradicional liegt im Faro del Tostón, dem Leuchtturm von 1897 einige Kilometer entfernt an der Punta del Tostón, und ist ein eigener Besuch. Im Kastell selbst gibt es eine Ausstellung zur Inselgeschichte und die Touristeninformation von La Oliva.

Der Bau begann 1700 auf Anordnung des Generalkapitäns der Kanarischen Inseln, entworfen vom Ingenieur Claudio de L'Isle, an der Stelle einer älteren Befestigung namens Rico Roque. Er beherbergte etwa zwölf Mann und drei eiserne Kanonen und wurde 1949 als historisches Denkmal eingestuft.

Problemlos. Der Turm steht am alten Hafen, fünf bis zehn Gehminuten vom Zentrum, mit der Playa del Castillo (Piedra Playa) direkt südlich davon. Wer lieber fährt, findet daneben Parkplätze.