Ruhiger Abschnitt goldenen Sandes an der Playa del Médano mit sanften Wellen und einem dunklen Vulkanhügel in der Ferne jenseits des Wassers

Foto: Josi (CC BY-SA 4.0), über Wikimedia Commons

Corralejo, Fuerteventura

Playa del Médano

Breiter goldener Sand am Nordrand des Dünenparks von Corralejo

Die Playa del Médano liegt am nördlichen Ende des Dünenparks von Corralejo – dort, wo der Sand am breitesten ist und die Felsen der Tres Islas kurz vor der Küste aus dem Wasser ragen. Von der Hotelzone aus ist sie zu Fuß erreichbar, gehört aber bereits zum Naturschutzgebiet: Hinter dem Strand folgen nur noch Dünen. Morgens ist es ruhig, ab dem Nachmittag frischt der Wind auf, und schwimmen lässt es sich hier den ganzen Tag.

Wo die Playa del Médano an der Dünenküste liegt

Die Playa del Médano bildet das nördliche Ende der Dunas de Corralejo, jenes geschützten Dünenfelds, das sich entlang der FV-1 vom Ort nach Süden zieht. Küstenführer zählen sie gemeinsam mit El Viejo und El Bajo Negro zu den breiten Stränden – jenen stadtnahen Abschnitten, an denen sich der Sand am weitesten landeinwärts ausdehnt, bevor die Dünen übernehmen.

Genau diese Kombination macht sie so praktisch: Corralejos Hotels, Geschäfte und Hafenrestaurants sind nur Minuten entfernt, der Strand selbst liegt jedoch im Naturpark. Keine Promenade, keine Apartmentblocks hinter dem Sand – nur helle Dünen und niedriges Gestrüpp. Zweihundert Meter landeinwärts ist vom Ort nichts mehr zu sehen.

Der Sand ist hell, fein und goldfarben – derselbe Sand, der das Dünenfeld speist, dem der Park seinen Namen verdankt. Und er fliegt: Ab dem frühen Nachmittag legt der Passat zu, und ein Windschutz im Kofferraum zahlt sich dann aus.

Die Tres Islas und die Hotels hinter dem Sand

Die Felsformationen der Tres Islas, gesehen von der Playa del Médano bei Corralejo
Die Tres Islas vor der Playa del Médano · Foto: Norbert Nagel (CC BY-SA 3.0), Wikimedia Commons

Blickt man vom Strand geradeaus aufs Meer, liegen drei kleine Felsformationen direkt vor der Küste: die Tres Islas, an dieser Küste ein so bekanntes Wahrzeichen, dass eines der Hotels hinter dem Strand ihren Namen trägt. Sie liegen nah genug, um im Licht des späten Nachmittags das Foto abzugeben, das die meisten von diesem Abschnitt mit nach Hause nehmen.

Bei klarem Wetter reicht der Blick weiter: Isla de Lobos, flach und vulkanisch, dahinter Lanzarote. Es ist dasselbe Panorama wie von den Grandes Playas und vom Flag Beach weiter südlich – und einer der Gründe, warum die Strände im Norden weniger eingefasst wirken als die Resortbuchten des Südens.

Direkt hinter dem Sand stehen das Riu Oliva Beach Resort und das Riu Palace Tres Islas, beide in den 1970er-Jahren errichtet, bevor die Dünen unter Schutz gestellt wurden. Ihre Nähe bedeutet, dass es an diesem Ende des Parks Infrastruktur gibt – und macht den Abschnitt zugleich zum belebtesten der gesamten Dünenküste. Zehn Minuten nach Süden, und es wird spürbar leerer.

Baden, Wind und Regeln im Naturpark

Anders als an den exponierten Stränden der Westküste ist dies ein ganz gewöhnlicher Badestrand. Das Wasser wird flach tiefer, morgens ist es meist ruhig, und Familien verbringen hier einen normalen Strandtag statt eines Fotostopps. Die Wassertemperatur liegt im Winter bei etwa 18–19 °C und im Spätsommer bei 21–23 °C. Die Abschnitte nahe den Hotels sind am belebtesten und am besten ausgestattet – Liegen, Duschen und eine Strandbar sind wenige Schritte entfernt –, weiter die Küste entlang gibt es gar nichts und keinerlei Aufsicht. Wo Flaggen wehen, gilt die Flagge und nicht der eigene Eindruck vom Meer.

Konstant ist hier der Passat. Er frischt im Tagesverlauf auf und weht von Mai bis September am kräftigsten – genau deshalb liegt wenige Kilometer weiter südlich das Kite- und Windsurfzentrum der Insel. Von Oktober bis April ist es ruhiger, sowohl zum Schwimmen als auch, was den Sand im Mittagessen angeht.

Dies ist ein Naturschutzgebiet, kein Resortstrand. Bleiben Sie auf den markierten Wegen und nutzen Sie die offiziellen Parkplätze; das Befahren der Dünen und Zelten sind untersagt, und alles Mitgebrachte – Zigarettenkippen eingeschlossen – kommt wieder mit nach Hause. Der Park umfasst rund 2.600 Hektar und ist zugleich Vogelschutzgebiet.

Wo liegt Playa del Médano?

Häufig gestellte Fragen