Felsiger Buchtstrand bei Puertito de los Molinos mit dunklen Vulkanklippen, einer Meereshöhle in der Felswand und türkisfarbenem Wasser

Foto: Xosema (CC BY-SA 4.0), über Wikimedia Commons

Los Molinos, Fuerteventura

Puertito de los Molinos

Eine Bucht unter schwarzen Klippen und ein paar Fischerhäuser an der Westküste

Puertito de los Molinos ist ein Fischerweiler an Fuerteventuras Westküste, rund 20 km südwestlich von Puerto del Rosario. Ein etwa 200 Meter langer Strand liegt hier in einer Bucht, die von hohen schwarzen Basaltklippen eingefasst wird. In den Fels neben der Siedlung sind Meereshöhlen geschnitten, die größte davon heißt Herminia. Touristische Infrastruktur gibt es keine, Rettungsschwimmer ebenso wenig – nur ein paar Fischerhäuser, die Klippen und den Atlantik.

Ein Fischerweiler am Ende der Straße

Die kleinen weißen Fischerhäuser von Los Molinos oberhalb der Bucht
Der Fischerweiler Los Molinos an der Bucht · Foto: Xosema (CC BY-SA 4.0), Wikimedia Commons

Puertito de los Molinos ist kein Urlaubsort und gibt sich auch keine Mühe, wie einer zu wirken. Eine Handvoll niedriger weißer Häuser steht über einer Bucht an Fuerteventuras Westküste, rund 20 km südwestlich von Puerto del Rosario; links und rechts schließen schwarze Klippen die Bucht ein.

Der Strand ist klein – etwa 200 Meter – und die Kulisse macht die Arbeit: dunkle Basaltwände, ein Streifen Sand und Geröll, geradeaus der offene Atlantik. Die Klippen schützen die Bucht, was sie spürbar ruhiger macht, als es der Ruf der Westküste vermuten lässt; Rettungsschwimmer oder irgendeine Aufsicht gibt es allerdings nicht.

Dies ist die Westküste ohne Politur. Auf Ausflugsprogrammen taucht der Ort kaum auf, und an einem Wochentag hat man ihn oft weitgehend für sich.

Die Höhlen in den Klippen

Die Klippen neben der Siedlung sind von Meereshöhlen durchzogen – drei größere Hohlräume, der größte davon vor Ort als Herminia-Höhle bekannt. Sie sind der Grund, warum die meisten überhaupt hierherfahren, und man muss sie nicht suchen: Vom Ufer aus sind sie gut zu sehen.

Wie nah man herankommt, hängt allein von Seegang und Gezeiten ab. Der Atlantik hat an dieser Küste einen echten Tidenhub, und Höhlenmündungen auf Wasserhöhe sind kein Ort, an dem man sich überraschen lassen sollte. Fahren Sie an einem ruhigen Tag und bei ablaufendem Wasser hin, und behalten Sie das Meer im Blick statt der Kamera.

Der Fels selbst ist die Attraktion: schwarzer, geschichteter Basalt, von Jahrhunderten der Dünung zu Höhlen und Überhängen ausgewaschen. Am besten wirkt er am späten Nachmittag, wenn die tiefe Westsonne die Wand beleuchtet, statt sie als Schattenriss stehen zu lassen – und dieselbe Westlage macht den Ort zu einem sehr ruhigen Platz für den Sonnenuntergang.

Praktisches, und wohin man weitergehen kann

Bringen Sie alles mit. Es gibt keinen Supermarkt, keinen Strandkiosk, keinen Schatten und keine Toiletten – Los Molinos besteht aus Fischerhäusern, nicht aus Urlaubsinfrastruktur, und der nächste verlässliche Einkauf liegt zurück Richtung Puerto del Rosario. Wasser, Verpflegung, Sonnenschutz und etwas zum Sitzen decken das Nötigste ab. Mülleimer fehlen ebenfalls, der Abfall kommt also wieder mit.

Wer mehr Küste sehen will, geht nach Süden weiter. Gut einen Kilometer hinter dem Weiler liegen die Playa de Jarugo und die Playa de la Mujer, zwei größere und noch leerere Westküstenstrände. Beide sind offen statt geschützt – also eher eine Wanderung mit Aussicht als ein Badestopp, mit derselben Vorsicht, die diese ganze Küste verlangt.

Die Anfahrt ist unkompliziert, aber gemächlich: rund 20 km südwestlich von Puerto del Rosario über ruhige Landstraßen, die schlicht im Weiler enden, wo man am Ufer parken kann. Rechnen Sie mit einer guten halben Stunde pro Richtung – und verbinden Sie den Ausflug mit den Dörfern im Inselinneren, wenn Sie einen ganzen Tag daraus machen.

Wo liegt Puertito de los Molinos?

Häufig gestellte Fragen