Flache weiße Salzbecken von Salinas del Carmen an der schwarzen Vulkanküste Fuerteventuras, dahinter das Gebäude des Salzmuseums

Foto: H. Zell (CC BY-SA 3.0), über Wikimedia Commons

Antigua, Fuerteventura

Salinas del Carmen

Die letzten arbeitenden Salinen der Insel — noch immer von Hand geerntet.

Salinas del Carmen ist die einzige noch produzierende Saline Fuerteventuras, angelegt an einem Abschnitt schwarzer Lavaküste wenige Minuten südlich von Caleta de Fuste. Salz wird hier seit dem 18. Jahrhundert gewonnen; die heutige Anlage — rund zehn Vorbecken und knapp tausend flache Verdunstungsbecken auf etwa 26.000 Quadratmetern — arbeitet bis heute von Hand. Daneben liegt das Museo de la Sal, vor dessen Tür ein Walskelett aufgebaut ist.

Salz auf einer Insel fast ohne Regen

Fuerteventura bekommt kaum Niederschlag, dafür ständigen Wind und starke Sonne — genau das, was Salzgewinnung braucht, und zwei Jahrhunderte lang hat die Insel das genutzt. In dieser Bucht wurde ab dem 18. Jahrhundert Salz gewonnen; die Anlage in ihrer heutigen Form entstand Anfang des 20. Jahrhunderts. Salz war wichtig, weil es Fisch haltbar machte: Ohne Salz hatte der Fang, der die Insel ernährte und vorbeifahrende Schiffe versorgte, keine Zukunft. Mit der Kühltechnik schlossen fast alle Salinen der Kanaren.

Diese nicht. Salinas del Carmen ist die letzte arbeitende Saline Fuerteventuras und erstreckt sich über rund 26.000 Quadratmeter Küste — etwa zehn Becken, die Meerwasser aufnehmen, und knapp tausend flache Verdunstungsbecken, in denen die Sonne den Rest erledigt. Man geht auf erhöhten Wegen mitten hindurch, vorbei an weiß verkrusteten Rändern und rosa schimmerndem Wasser, und mit etwas Glück sieht man Arbeiter, die die Kristalle zu Haufen zusammenziehen. Ein Betrieb mit angeschlossener Ausstellung, keine Rekonstruktion.

Museum, Wal und das Salz selbst

Das Museo de la Sal sitzt in einem flachen weißen Gebäude am Eingang, und der Besuch teilt sich in zwei Hälften: drinnen eine Ausstellung dazu, wie Salz entsteht, wie diese Becken funktionieren und was Salz für kanarische Küche und Handel bedeutete; draußen ein Rundgang durch die Becken selbst. Vor der Tür liegt das montierte Skelett eines Wals — das erste Fotomotiv für die meisten und das, woran Kinder sich länger erinnern als an jede Texttafel. Der ganze Besuch dauert etwa eine Stunde, länger, wenn Sie sich bei den Becken Zeit lassen.

Kaufen Sie das Salz. Es wird hier von Hand geerntet, und besonders die Salzflocken sind ein deutlich besseres Mitbringsel als alles aus dem Souvenirladen — leicht, günstig und wirklich von diesem Ort. Es gibt einen Laden, eine Cafeteria mit Blick über die Becken, Parkplätze und flache Wege, die für Rollstühle und Kinderwagen besser geeignet sind als bei den meisten Sehenswürdigkeiten der Insel. Berichtete Öffnungszeiten sind täglich etwa 10 bis 18 Uhr — vor der Anfahrt bestätigen. Kombitickets mit der Mühlen- und Käseanlage in Antigua lohnen sich, wenn Sie beides sehen wollen.

Wo liegt Salinas del Carmen?

Häufig gestellte Fragen