Der felsige, vom Wind gezeichnete Gipfel des Pico de la Zarza mit einem alten Markierungspfosten zwischen Felsen und niedrigem Gestrüpp, dahinter ein weiter Blick über die Küste Jandías bis zu einem fernen Strand und dem Meer

Foto: H. Zell (CC BY-SA 3.0), über Wikimedia Commons

Jandía, Pájara, Fuerteventura

Pico de la Zarza

Ein anspruchsvoller Aufstieg zum höchsten Punkt der Insel — und zur besten Aussicht.

Der Pico de la Zarza ist der Gipfel des Jandía-Massivs und mit 807 Metern der höchste Punkt Fuerteventuras. Die offizielle Route PR-FV 54 führt von der Nähe Morro Jables hinauf — ein gut markierter, aber auf fast der gesamten Strecke schattenloser Weg. Es ist eine ernsthafte, ganztägige Bergwanderung, kein gemütlicher Spaziergang — doch die Aussicht vom Gipfel gilt weithin als die beste der ganzen Insel: die Steilküste der Jandía-Halbinsel, der lange Bogen des Strandes von Cofete tief unten und an klaren Tagen die Umrisse weiterer Kanarischer Inseln.

Die Wanderung: Route, Distanz und Schwierigkeit

Die offizielle Route PR-FV 54 misst rund 8,7 Kilometer einfach vom Ausgangspunkt bei Morro Jable bis zum Gipfel — die meisten Wanderer gehen sie hin und zurück, womit die Gesamtstrecke näher an 17 Kilometern liegt. Rechnen Sie insgesamt mit rund 5 Stunden, mehr bei häufigen Pausen; allein der Aufstieg wird für einen fitten, zügig gehenden Wanderer oft mit etwa zweieinhalb Stunden angegeben.

Der Weg ist gut markiert (gelb-weiße PR-Zeichen), aber wirklich anspruchsvoll: ein langer, durchgehender Anstieg über unebenes, steiniges Gelände mit spürbarem Höhenunterschied, ohne technische Abschnitte mit Seil oder Kletterei, aber auch ohne einen Fleck Schatten. Die Einstufung als schwer kommt nicht von ungefähr — dies ist die anspruchsvollste unterhaltene Wanderroute der Insel, und man sollte sie nicht unterschätzen, nur weil das übrige Gelände Fuerteventuras meist flach ist. Feste Schuhe, mehrere Liter Wasser, Sonnenschutz und ein früher Start sind hier unverzichtbar.

Die Aussicht vom Gipfel

Was den Aufstieg lohnt, ist der Gipfel selbst: ein schmaler, felsiger Grat mit einem kleinen Markierungspfosten, mit direktem Blick die dramatische Westküste der Jandía-Halbinsel entlang. Der Strand von Cofete — einer der längsten und wildesten der Insel — erstreckt sich weit unten, gesäumt von denselben Klippen, die die Route hinaufführt. An klaren Tagen reicht der Blick weiter nach Süden, Richtung Lanzarote und darüber hinaus; selbst bei diesigem Wetter ist der schroffe Abfall vom Grat zur Küste beeindruckend genug.

Dies ist auch einer der wenigen Orte Fuerteventuras, an denen sich die vulkanische, gebirgige Seite der Insel wirklich zeigt — der bekanntere Teil der Insel ist überwiegend flacher und wüstenähnlicher, was teilweise erklärt, warum dieser Gipfel unter Wanderern, die Fuerteventura jenseits seiner Strände kennen, einen so besonderen Ruf hat.

Wo liegt Pico de la Zarza?

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