Ein weites, trockenes vulkanisches Tal im Gran Valle, dessen Hänge in Braun- und Rottönen gestreift sind, unter einem Bergkamm

Foto: H. Zell (CC BY-SA 3.0), über Wikimedia Commons

Morro Jable to Cofete, Jandía, Fuerteventura

Gran Valle

Eine spektakuläre Talwanderung von Morro Jable über die Berge zum abgelegenen Strand von Cofete.

Der Gran Valle ist die offizielle Route PR-FV 55 durch den Naturpark Jandía — sie führt von der Nähe Morro Jables durch eine breite, farbenreiche Schlucht hinauf, überquert einen Gebirgspass und steigt hinab zum abgeschiedenen Dorf und Strand von Cofete. Es ist eine der lohnendsten Wanderungen der Insel: technisch unschwierig, aber mit einer wirklich eindrucksvollen Landschaft aus wechselnden Gesteinsfarben, geschützten Jandía-Wolfsmilchkakteen und den Überresten einer Ureinwohnersiedlung — und einem Ziel an einem der wildesten Strände Fuerteventuras.

Die Wanderung: Route, Distanz und Schwierigkeit

Die offizielle Route misst 6,4 Kilometer einfach und wird von den meisten Wanderern in rund zweieinhalb Stunden bewältigt. Sie beginnt am Fuß des Tals bei Morro Jable und steigt sanft die Nordflanke der Schlucht hinauf, durch Cardón- und Tabaiba-Gestrüpp, wobei sich die Farbe des umgebenden Gesteins mit zunehmender Höhe verändert — einer der optisch eindrucksvollsten Abschnitte jeder Route auf der Insel.

Nach Erreichen des Gebirgspasses (der Degollada) führt der Weg die Südflanke hinab zur Küste und endet in Cofete. Die Steigung ist durchgehend moderat — keine Kletterpartien oder Ausgesetztheit —, aber es gibt keinen Schatten, und die Strecke ist real, also sollte man sie als richtige Halbtagestour behandeln, nicht als kurzen Spaziergang: Wasser, Sonnenschutz und gutes Schuhwerk sind wichtig.

Was unterwegs zu sehen ist, und am Ziel

Auf halbem Weg durch die Schlucht durchquert eine ungeklärte Steinmauer den Talboden, gleich neben den Ruinen einer Ureinwohnersiedlung — alte Wohnstrukturen, Viehpferche und eine natürliche Quelle, die hier einst Wasser lieferte, lange bevor die Insel Straßen hatte. Das Tal ist auch einer der besten Orte, um den Cardón de Jandía zu sehen, einen großen, säulenförmigen Kaktus, der nur auf dieser Halbinsel vorkommt und heute als gefährdete Art geschützt ist.

Der Weg endet in Cofete, einem winzigen, abgeschiedenen Weiler an einem der längsten und wildesten Strände Fuerteventuras, mit seinem kleinen Friedhof direkt im Sand und der geheimnisvollen Villa Winter am Hang darüber. Diesen Ort zu Fuß zu erreichen, über die Berge statt über die Küstenpiste, macht einen Teil dessen aus, was diese Wanderung unvergesslich macht.

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