Das grüne, terrassierte Tal von Vallebrón von oben gesehen, mit verstreuten weißgetünchten Bauernhäusern zwischen Feldern und beidseitig aufsteigenden Hügeln im goldenen Abendlicht

Foto: Patrice78500 (CC BY-SA 4.0), über Wikimedia Commons

Vallebrón, La Oliva, Fuerteventura

Vallebrón

Eine Wanderung durch das grünste Tal der Insel, vorbei an Terrassenfeldern, die kaum ein Besucher sieht.

Vallebrón ist ein kleiner Weiler in einem fruchtbaren, terrassierten Tal in den Hügeln von La Oliva, an der Strecke der offiziellen Route Tindaya–Vallebrón–Tefía. Anders als der meist vulkanische, sonnengebleichte Inselinnere Fuerteventuras bleibt dieses Tal über weite Teile des Jahres wirklich grün — sein guter Boden machte es historisch zu einer der besseren Anbauregionen der Insel, und die geschützte Landschaft ringsum (Paisaje Protegido de Vallebrón) zeigt bis heute die alten Terrassen und verstreuten weißgetünchten Bauernhäuser, die diesem Ort einen ganz anderen Charakter geben als der Küste.

Die Wanderung: Route, Distanz und Schwierigkeit

Die komplette offizielle Route misst rund 12,4 Kilometer einfach und verbindet Tindaya im Westen über Vallebrón mit Tefía im Osten — die meisten Wanderer bewältigen sie in rund vier Stunden, wenn sie die gesamte Strecke gehen, oder machen einfach einen kürzeren Ausflug hin und zurück ins Tal selbst ab dem Weiler, ohne die volle Durchquerung. Das Gelände ist sanftes Tal- und Hügelwandern, keine Bergwanderung, und die Einstufung als moderat bezieht sich vor allem auf die Länge, nicht auf technische Schwierigkeiten.

Auf weiten Strecken gibt es wenig Schatten und unterwegs keine Einrichtungen, also Wasser und Sonnenschutz mitbringen, unabhängig davon, welchen Teil der Route Sie planen. Die Belohnung ist eine Landschaft, wie sie sonst kaum irgendwo auf der Insel zu finden ist — wirklich grüne Felder, an einem Ort, den die meisten Besucher auf den Küstenstraßen nie zu sehen bekommen.

Ein lebendiges Tal, kein Freilichtmuseum

Was Vallebrón auszeichnet, ist kein einzelnes Wahrzeichen, sondern das Tal selbst: alte Steinterrassen, die einst Erde und Wasser an den Hängen hielten, kleine weißgetünchte Bauernhäuser, die noch bewohnt sind, und bebaute Flächen, die fast fremd wirken vor Fuerteventuras üblicher trockener, vulkanischer Kulisse. Das ist keine restaurierte Sehenswürdigkeit — es ist eine kleine, noch aktive Landwirtschaftsgemeinde, und das macht einen Teil dessen aus, warum sich diese Wanderung anders anfühlt als die eher inszenierten Attraktionen der Insel.

Das westliche Ende der Route führt nahe an Montaña Tindaya vorbei, einem markanten vulkanischen Berg, der den vorspanischen Ureinwohnern der Insel als heilig galt, während das östliche Ende bei Tefía bereits in Reichweite der zentralen Ebene der Insel liegt.

Wo liegt Vallebrón?

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